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| Ellen Auerbach und Grete Stern: Stella Steyn, 1934. Quelle: pinterest |
Freitag, 6. März 2015
Sonntag, 15. Februar 2015
Veranstaltung zu Joseph Roth und Joseph Wittlin in Wien
„Große polnisch-österreichische Freundschaften“ – Joseph Roth & Józef Wittlin
19.02.2015, 18:00 Polnisches Institut Wien, Am Gestade 7, 1010 Wien
Zwei Söhne Galiziens – der eine wurde ein deutschsprachiger, der andere ein polnischer Schriftsteller, beide berühmt auf ihre Weise. Während Roth, 1894 in Brody geboren, dort das (gerade noch teilweise deutschsprachig geführte) Gymnasium besuchte, ging Wittlin, 1896 in Dmytrów bei Radziechów zur Welt gekommen, in Lwów (Lemberg) zur Schule. Beide studierten in Wien, wo sie sich kennen lernten und enge Freunde wurden.
Lwów blieb für beide ein wichtiger Ort im Leben, da sie dort immer wieder hinkamen, ja sogar dort vorübergehend lebten – verbunden auch durch eine gemeinsame Bezugsperson, die viel zu ihrer Bildung beigetragen hatte: die überaus belesene und sprachbegabte Privatlehrerin Helene von Szajnocha-Schenk.
Roth wurde rasch ein erfolgreicher Journalist und Schriftsteller; er lebte zumeist in Deutschland, seit 1925 immer wieder und über längere Zeiträume in Paris. Seine Erfolge bei der Frankfurter Zeitung und seine Romane (darunter „Hotel Savoy“, „Hiob“, „Radetzkymarsch“) brachten zwar viel Geld ein, doch gab es Roth noch schneller aus.
Wittlin hingegen lebte mit seiner Frau Halina in ärmlichen Verhältnissen in Łódź, dann in Warschau als Lehrer, Dramaturg, Journalist, Lyriker. Als Schriftsteller arbeitete er langsam und konzentriert – an einer Übersetzung der Odyssee (1924) und an einem historischen Roman, dessen erster Teil 1935 auf Polnisch („Sól ziemi“) und 1937 auf Deutsch erschien, mit einer Einleitung Roths, der auch bei der Übersetzung half: „Das Salz der Erde“ – eine satirische Reminiszenz der k.u.k. Monarchie und des Krieges. Wittlin hingegen übersetzte mehrere Romane Roths ins Polnische.
Als Wittlin 1940 mit seiner Frau und seiner Tochter (unter unwiederbringlichem Verlust der Manuskripte seiner literarischen Arbeiten) vor dem Nationalsozialismus in die USA flüchtete, war Roth schon in Paris gestorben – ein Jahr zuvor, nachdem er jahrelang gegen die faschistische Barbarei publiziert hatte.
Mit der Podiumsdiskussion über Joseph Roth und Józef Wittlin beginnt das Polnische Institut Wien eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema „Große polnisch-österreichische Freundschaften“.
Podiumsteilnehmer: Prof. Maria Kłańska (Jagiellonen-Universität, Krakau), Prof. Ryszard Zajączkowski (Katholische Universität Lublin), Dr. Heinz Lunzer und Dr. Victoria Lunzer-Talos.
Lwów blieb für beide ein wichtiger Ort im Leben, da sie dort immer wieder hinkamen, ja sogar dort vorübergehend lebten – verbunden auch durch eine gemeinsame Bezugsperson, die viel zu ihrer Bildung beigetragen hatte: die überaus belesene und sprachbegabte Privatlehrerin Helene von Szajnocha-Schenk.
Roth wurde rasch ein erfolgreicher Journalist und Schriftsteller; er lebte zumeist in Deutschland, seit 1925 immer wieder und über längere Zeiträume in Paris. Seine Erfolge bei der Frankfurter Zeitung und seine Romane (darunter „Hotel Savoy“, „Hiob“, „Radetzkymarsch“) brachten zwar viel Geld ein, doch gab es Roth noch schneller aus.
Wittlin hingegen lebte mit seiner Frau Halina in ärmlichen Verhältnissen in Łódź, dann in Warschau als Lehrer, Dramaturg, Journalist, Lyriker. Als Schriftsteller arbeitete er langsam und konzentriert – an einer Übersetzung der Odyssee (1924) und an einem historischen Roman, dessen erster Teil 1935 auf Polnisch („Sól ziemi“) und 1937 auf Deutsch erschien, mit einer Einleitung Roths, der auch bei der Übersetzung half: „Das Salz der Erde“ – eine satirische Reminiszenz der k.u.k. Monarchie und des Krieges. Wittlin hingegen übersetzte mehrere Romane Roths ins Polnische.
Als Wittlin 1940 mit seiner Frau und seiner Tochter (unter unwiederbringlichem Verlust der Manuskripte seiner literarischen Arbeiten) vor dem Nationalsozialismus in die USA flüchtete, war Roth schon in Paris gestorben – ein Jahr zuvor, nachdem er jahrelang gegen die faschistische Barbarei publiziert hatte.
Mit der Podiumsdiskussion über Joseph Roth und Józef Wittlin beginnt das Polnische Institut Wien eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema „Große polnisch-österreichische Freundschaften“.
Podiumsteilnehmer: Prof. Maria Kłańska (Jagiellonen-Universität, Krakau), Prof. Ryszard Zajączkowski (Katholische Universität Lublin), Dr. Heinz Lunzer und Dr. Victoria Lunzer-Talos.
| Polnisches Institut Wien | |
| Eintritt frei. Anmeldung erforderlich 01/ 533 89 61 Text der Internationalen Joseph Roth Gesellschaft |
Samstag, 14. Februar 2015
Sonntag, 11. Januar 2015
Samstag, 10. Januar 2015
Freitag, 9. Januar 2015
Sonntag, 4. Januar 2015
Samstag, 3. Januar 2015
Arthur Zelger in Innsbruck
In Innsbruck ist noch bis zum 14. Februar 2015 die Ausstellung "Ikonen und Eintagsfliegen" zu sehen. Im Mittelpunkt steht Tirols bekanntester Grafiker, Arthur Zelger, von dem wir hier einige Werke zeigen. Alle Informationen zur Ausstellung hier. Nach Innsbruck wird diese Ausstellung auch in Wien gezeigt.
Eröffnung: 4. Dezember 2014, 19:00
Dauer: 5. Dezember 2014 — 14. Februar 2015
Grafikdesign wird zwar viel gesehen, aber selten gezeigt. Dabei formen Grafikdesigner mit ihren Linien, Farben, Logos, Schriften und Bildern ein Land wahrscheinlich ebenso wie Wind und Wetter … ein Klimaphänomen der besonderen Art, das eine grafische Landschaft schafft, die im Kopf der Betrachter entsteht.
Mit der Ausstellung »Ikonen und Eintagsfliegen. Arthur Zelger und das Grafikdesign in Tirol« zeigt das Innsbrucker Forum für visuelle Gestaltung WEISSRAUM ab Dezember im aut. architektur und tirol erstmals eine Schau zum Tiroler Grafikdesign von 1950 bis heute. Im Mittelpunkt steht dabei Tirols wohl bekanntester Grafiker, Arthur Zelger.
Ausgebildet im Wien der 1930er-Jahre, prägte er das Grafikdesign in Tirol nach 1945. Seine Arbeiten und noch nie gezeigte Skizzen und Entwürfe eröffnen einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen grafischer Arbeit. Sie erzählen die Entstehungsgeschichte von Plakaten und Logos nach, die zu Ikonen wurden — obwohl sie eigentlich nie mehr sein wollten als »Eintagsfliegen«, wie es Zelger selbst in einem späten Interview ausdrückte.
Seine Arbeiten werden begleitet von jenen weiterer bedeutender Gestalter des Landes: seinen Vorläufern ebenso wie jenen von Zeitgenossen, unter ihnen Ernst Insam, Maria Rehm, Gustav Sonnewend oder Helmut Benko. Beispiele herausragender grafischer Arbeiten bis herauf in die Gegenwart runden die Ausstellung ab. Sie skizziert damit eine Geschichte des Tiroler Grafikdesigns und setzt sie in Beziehung zu Entwicklungen in der unmittelbaren Nachbarschaft: der Schweizer Grafik, der Mailänder Designszene, der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm — dort entstand in den 1950er-Jahren jenes Grafikdesign, das selbst heute noch als »modern« gilt.
Aber was macht diese Grafik »modern«? Und welche Spuren finden sich darin im Tiroler Grafikdesign? Wie ist die »moderne« Tourismuswerbung in Tirol entstanden? Wie wird darin eine Landschaft durch Abstraktion zu einem »Image«? Welche Menschenbilder werden — bewusst oder unbewusst — konstruiert? Wie wird bei einem Logo Schrift zu einem Bild? Was bedeutet der Wandel vom Künstlerplakat hin zu systematischen grafischen Erscheinungsbildern der Gegenwart?
Die Ausstellung wirft spannende Fragen auf und unternimmt erstmals in Tirol den Versuch, grafische Gestaltung aus einer kulturgeschichtlichen Perspektive zu betrachten und damit eine Skizze zu Geschichte und Gegenwart des Tiroler Grafikdesigns zu entwerfen. Und natürlich versucht sie, diese sprichwörtlich augenfällige Thematik in genussvoller Weise ins Bild zu setzen — in der Ausstellung ebenso wie in dem sie begleitenden Katalog (Haymonverlag, 464 Seiten).
www.weissraum.at/ikonen
Nach der Ausstellung in Innsbruck vom 5. Dezember 2014 bis 14. Februar 2015 wird diese im Frühjahr 2015 auch im designforum in Wien gezeigt.
Die Ausstellung wurde kuratiert von:
Anita Kern (Leitung), Kurt Höretzeder, Markus Weithas
Eröffnung: 4. Dezember 2014, 19:00
Dauer: 5. Dezember 2014 — 14. Februar 2015
Grafikdesign wird zwar viel gesehen, aber selten gezeigt. Dabei formen Grafikdesigner mit ihren Linien, Farben, Logos, Schriften und Bildern ein Land wahrscheinlich ebenso wie Wind und Wetter … ein Klimaphänomen der besonderen Art, das eine grafische Landschaft schafft, die im Kopf der Betrachter entsteht.
Mit der Ausstellung »Ikonen und Eintagsfliegen. Arthur Zelger und das Grafikdesign in Tirol« zeigt das Innsbrucker Forum für visuelle Gestaltung WEISSRAUM ab Dezember im aut. architektur und tirol erstmals eine Schau zum Tiroler Grafikdesign von 1950 bis heute. Im Mittelpunkt steht dabei Tirols wohl bekanntester Grafiker, Arthur Zelger.
Ausgebildet im Wien der 1930er-Jahre, prägte er das Grafikdesign in Tirol nach 1945. Seine Arbeiten und noch nie gezeigte Skizzen und Entwürfe eröffnen einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen grafischer Arbeit. Sie erzählen die Entstehungsgeschichte von Plakaten und Logos nach, die zu Ikonen wurden — obwohl sie eigentlich nie mehr sein wollten als »Eintagsfliegen«, wie es Zelger selbst in einem späten Interview ausdrückte.
Seine Arbeiten werden begleitet von jenen weiterer bedeutender Gestalter des Landes: seinen Vorläufern ebenso wie jenen von Zeitgenossen, unter ihnen Ernst Insam, Maria Rehm, Gustav Sonnewend oder Helmut Benko. Beispiele herausragender grafischer Arbeiten bis herauf in die Gegenwart runden die Ausstellung ab. Sie skizziert damit eine Geschichte des Tiroler Grafikdesigns und setzt sie in Beziehung zu Entwicklungen in der unmittelbaren Nachbarschaft: der Schweizer Grafik, der Mailänder Designszene, der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm — dort entstand in den 1950er-Jahren jenes Grafikdesign, das selbst heute noch als »modern« gilt.
Aber was macht diese Grafik »modern«? Und welche Spuren finden sich darin im Tiroler Grafikdesign? Wie ist die »moderne« Tourismuswerbung in Tirol entstanden? Wie wird darin eine Landschaft durch Abstraktion zu einem »Image«? Welche Menschenbilder werden — bewusst oder unbewusst — konstruiert? Wie wird bei einem Logo Schrift zu einem Bild? Was bedeutet der Wandel vom Künstlerplakat hin zu systematischen grafischen Erscheinungsbildern der Gegenwart?
Die Ausstellung wirft spannende Fragen auf und unternimmt erstmals in Tirol den Versuch, grafische Gestaltung aus einer kulturgeschichtlichen Perspektive zu betrachten und damit eine Skizze zu Geschichte und Gegenwart des Tiroler Grafikdesigns zu entwerfen. Und natürlich versucht sie, diese sprichwörtlich augenfällige Thematik in genussvoller Weise ins Bild zu setzen — in der Ausstellung ebenso wie in dem sie begleitenden Katalog (Haymonverlag, 464 Seiten).
www.weissraum.at/ikonen
Nach der Ausstellung in Innsbruck vom 5. Dezember 2014 bis 14. Februar 2015 wird diese im Frühjahr 2015 auch im designforum in Wien gezeigt.
Die Ausstellung wurde kuratiert von:
Anita Kern (Leitung), Kurt Höretzeder, Markus Weithas
Donnerstag, 1. Januar 2015
Der Berghof in Seefeld
| Hotel Berghof in Seefeld/Tirol um 1933. Quelle: wikimedia |
| Innenansicht des Hotel Berghof in Seefeld. Quelle: wikipedia |
| Hotel Berghof in Seefeld/Tirol in einer Winteraufnahme um 1930. Quelle: wikipedia |
| Hotel Berghof in Seefeld/Tirol des Architekten Siegfried Mazzagg. Quelle: prachensky |
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